1. Ica, Nazca und Paracas: 4.1. bis 10.1
2. Am 11. 1. habe ich meine Eltern und meine Tante Gisela vom Flughafen abgeholt
bis zum 16.1. waren wir in Cusco.
bis zum 16.1. waren wir in Cusco.
3. Anschließend fuhr ich mit meinen Eltern nach Puno, zum Titicacasee, nach Copacabana und zur Isla del Sol, dann nach La Paz: 17.1. bis 21.1.
4. Salar de Uyuni Tour (Salzsee und Nationalpark mit Lagunen im Süden Boliviens) 22.1. bis 24.1.
5. Einige Tage in Cusco
6. Arequipa: 29.1. bis 4.2. (incl. Colca Cañon Tour)
7. Lima: 5.2. bis 11.2. (Zwischenseminar)
Ich finde es gerade ganz schön schwer damit anzufangen, von meinem Urlaub zu berichten. Es gab so viel tolles zu sehen und zu erleben.
Manchmal war ich einfach nur in einen „Staun-zustand“ versetzt, weil ich derartiges noch nie gesehen habe. Besonders die 3-tägige Tour zum Salar de Uyuni und zu den Lagunas Coloradas (bunte Lagunen) hat mich sehr beeindruckt. Es ist einfach unglaublich zu sehen, was die Natur auf unserer Erde alles zu bieten hat, und wir wissen davon gar nichts. Vielleicht haben wir es ja doch schon mal im Fernsehen gesehen, aber dann weitergeschaltet, weil schon wieder Werbung kam oder wir doch lieber unsere Lieblingsserie sehen wollten. Abgesehen davon kann das Fernsehen sowieso nicht die Eindrücke vermitteln, die man bekommt, wenn man es in der Realität sieht. Wie oft ging es mir so, dass ich ein super schönes Motiv gesehen hab, es mit der Kamera aufgenommen habe, das Bild anschaute, und dachte „Das ist nun wirklich nicht das, was ich mit meinen Augen gesehen habe“.
Abgesehen davon, dass ich so schöne Seiten von Bolivien und Peru gesehen habe, hatte ich sehr viel Spaß mit den Leuten, mit denen ich unterwegs war. Bei der Salar-tour waren wir zwei deutsche Verenas, zwei Columianer und ein junges brasilianisches Paar. Es ist immer wieder toll Leute aus anderen Ländern kennenzulernen, und dabei zu sehen, wie ähnlich man sich ist in seiner Begeisterung vom Reisen und seinen Lebenseinstellungen.
An der Küste Perus war ich mit Franz und Laura unterwegs. Zuerst waren wir in der Oase Huacachina, Ica. Von da aus sind wir mit dem Buggy in die Wüste gefahren und konnten dort sandsurfen (sieht aus wie Snowboarden nur auf Sand). Das war echt spaßig!, und sandig, und leider auch ein wenig gefährlich... Franz hat sich nach einem unglücklichen Fall das Schlüsselbein gebrochen. Er ist dann nur noch mit uns nach Nazca gekommen, um dort die berühmten Nazcalinien anzuschauen. Diese Linien zeigen Figuren und Formen, die oftmals nur wenige Zentimeter in den Wüstenboden eingraviert wurde, und dennoch immer vorhanden sind. Sie sollen schon zwischen 800 v. Chr. und 200 v. Chr. entstanden sein. Um die Figuren ganz erkennen zu können, fliegt man mit einer Cessna über die rostrote Wüste. So haben auch Laura und ich es gemacht. Es ist nicht zu bestreiten, dass es beeindruckend war, und doch waren wir froh als wir gelandet sind. Auf dem 30 minütigen Flug dreht sich das Flugzeug nämlich erst 90 Grad nach links und dann 90 Grad nach rechts, damit wirklich jeder alles gut sehen kann...
An diesem Tag hat sich Franz schon wieder auf den Rückweg nach Cusco gemacht, weil er einfach zu eingeschränkt war. Während Laura und ich die peruranische Küste in Richtung Norden hochgefahren sind. Unser nächstes Ziel war Paracas, von wo aus wir zu den Islas Ballestas, mit ihrer Vielfalt an Vögeln (600 verschiedene Arten soll es dort geben) und ihren Seehunden, gefahren sind. Anschließend fuhren wir noch weiter nörtlich, auf der Suche nach einen schönen Badestrand. Den haben wir in Cerro Azul gefunden, nachdem wir erst abenteuerlich mitten auf der Panamericana vom Bus ausgesetzt wurden.
Dann ging es auch schon wieder zurück nach Cusco, da ich meine Eltern und meine Tante Gisela vom Flughafen abholen musste (ich hatte sie aber zufällig schon in Nazca getroffen). Mit ihnen habe ich eine schöne Zeit in Cusco und Umgebung verbracht, indem ich ihnen zeigen konnte wie ich hier lebe. Auch Quiquijana haben wir zusammen besucht, und sie schienen sehr begeistert von meiner Arbeit. Nachdem ich am 16. meinen Geburtstag mit einigen Freunden gefeiert habe, fuhr ich am 17. mit meinen Eltern nach Puno, zum Titicacasee und nach Copacabana. Am 20. kamen wir in La Paz an. Dort habe ich mich mit meiner ehemaligen Klassenkameradin getroffen, die in La Paz in einem Projekt mit Straßenkindern arbeitet.
Am 21. verabschiedete ich mich von meinen Eltern und startete nach Uyuni, um die Tour zu dem Salzsee und den Lagunen zu starten, von der ich schon erzählt hatte.
Zum Verarbeiten der ganzen Eindrücke meiner Reise war ich für ein paar Tage nach Cusco zurückgekehrt. Ich wartete bis Julian aus Brasilien wieder gekommen war, damit wir gemeinsam nach Arequipa reisen konnten. In dem Colcacañon bei Arequipa haben wir eine schöne und anstrengende 2-tägige Wandertour gemacht. Dabei haben wir Condore sehen können, die Landschaft bewundert und waren in zwei Thermalbädern, sind aber auch am ersten Tag 8 Stunden gewandert und am zweiten Tag um 5 Uhr aufgestanden, um dann 950 Meter steil bergauf zu gehen. Meine Waden haben sich noch Tage danach beschwert.
Sonst haben Julian und ich uns nur ein wenig die Innenstadt Arequipas angeschaut, welche sehr schön ist, da insbesondere die Gebäude um den Plaza de Armas aus weißem Stein gebaut sind.
Zum Abschluss des Urlaubs, stand noch das Zwischenseminar auf dem Programm. Der Vorsitzende unserer Organisation, Dr. Heinz Gravenkötter, ist aus Deutschland angereist, damit wir gemeinsam über das Projekt reden können. Wir haben ihm geschildert wie es im Moment ist, und was eventuell verbesserungsfähig sei. Da auch Anne Seul, eine weitere deutsche Freiwillige, dabei waren, konnten wir zudem vereinbaren, wie man das Projekt, welches direkt in Cusco ist, mit dem aus Quiquijana verknüpft. Anne Seul arbeitet bei dem Mittagstisch in Cusco und sorgt dafür, dass die Kinder von dort zu einer Zahnärztin gehen. Nun ist die Idee, dass auch die Kinder der Albergue zu dieser Zahnärztin gebracht werden, um untersucht und gegebenfalls behandelt werden zu können.
Soweit eine kleine Zusammenfassung meiner letzten Wochen. Ab morgen starte ich wieder in das Projekt. Heute Abend ist ein letztes Treffen mit Dr. Gravenkötter vorgesehen.
Also bald gibt es wieder neue Nachrichten aus Quiquijana! Ich freue mich schon sehr die Kinder wieder zu sehen, auch wenn es erstmal nur ein Teil ist, weil die meisten erst ab dem 1. März, also zum Schulbeginn, wieder dort sind.
Die liebsten Grüße nach Deutschland und un feliz día de la amistad! (einen fröhlichen Tag der Freundschaft! (Valentinstag = Tag der Verliebten und Tag der Freundschaft)
Eure Verena
Manchmal war ich einfach nur in einen „Staun-zustand“ versetzt, weil ich derartiges noch nie gesehen habe. Besonders die 3-tägige Tour zum Salar de Uyuni und zu den Lagunas Coloradas (bunte Lagunen) hat mich sehr beeindruckt. Es ist einfach unglaublich zu sehen, was die Natur auf unserer Erde alles zu bieten hat, und wir wissen davon gar nichts. Vielleicht haben wir es ja doch schon mal im Fernsehen gesehen, aber dann weitergeschaltet, weil schon wieder Werbung kam oder wir doch lieber unsere Lieblingsserie sehen wollten. Abgesehen davon kann das Fernsehen sowieso nicht die Eindrücke vermitteln, die man bekommt, wenn man es in der Realität sieht. Wie oft ging es mir so, dass ich ein super schönes Motiv gesehen hab, es mit der Kamera aufgenommen habe, das Bild anschaute, und dachte „Das ist nun wirklich nicht das, was ich mit meinen Augen gesehen habe“.
Abgesehen davon, dass ich so schöne Seiten von Bolivien und Peru gesehen habe, hatte ich sehr viel Spaß mit den Leuten, mit denen ich unterwegs war. Bei der Salar-tour waren wir zwei deutsche Verenas, zwei Columianer und ein junges brasilianisches Paar. Es ist immer wieder toll Leute aus anderen Ländern kennenzulernen, und dabei zu sehen, wie ähnlich man sich ist in seiner Begeisterung vom Reisen und seinen Lebenseinstellungen.
An der Küste Perus war ich mit Franz und Laura unterwegs. Zuerst waren wir in der Oase Huacachina, Ica. Von da aus sind wir mit dem Buggy in die Wüste gefahren und konnten dort sandsurfen (sieht aus wie Snowboarden nur auf Sand). Das war echt spaßig!, und sandig, und leider auch ein wenig gefährlich... Franz hat sich nach einem unglücklichen Fall das Schlüsselbein gebrochen. Er ist dann nur noch mit uns nach Nazca gekommen, um dort die berühmten Nazcalinien anzuschauen. Diese Linien zeigen Figuren und Formen, die oftmals nur wenige Zentimeter in den Wüstenboden eingraviert wurde, und dennoch immer vorhanden sind. Sie sollen schon zwischen 800 v. Chr. und 200 v. Chr. entstanden sein. Um die Figuren ganz erkennen zu können, fliegt man mit einer Cessna über die rostrote Wüste. So haben auch Laura und ich es gemacht. Es ist nicht zu bestreiten, dass es beeindruckend war, und doch waren wir froh als wir gelandet sind. Auf dem 30 minütigen Flug dreht sich das Flugzeug nämlich erst 90 Grad nach links und dann 90 Grad nach rechts, damit wirklich jeder alles gut sehen kann...
An diesem Tag hat sich Franz schon wieder auf den Rückweg nach Cusco gemacht, weil er einfach zu eingeschränkt war. Während Laura und ich die peruranische Küste in Richtung Norden hochgefahren sind. Unser nächstes Ziel war Paracas, von wo aus wir zu den Islas Ballestas, mit ihrer Vielfalt an Vögeln (600 verschiedene Arten soll es dort geben) und ihren Seehunden, gefahren sind. Anschließend fuhren wir noch weiter nörtlich, auf der Suche nach einen schönen Badestrand. Den haben wir in Cerro Azul gefunden, nachdem wir erst abenteuerlich mitten auf der Panamericana vom Bus ausgesetzt wurden.
Dann ging es auch schon wieder zurück nach Cusco, da ich meine Eltern und meine Tante Gisela vom Flughafen abholen musste (ich hatte sie aber zufällig schon in Nazca getroffen). Mit ihnen habe ich eine schöne Zeit in Cusco und Umgebung verbracht, indem ich ihnen zeigen konnte wie ich hier lebe. Auch Quiquijana haben wir zusammen besucht, und sie schienen sehr begeistert von meiner Arbeit. Nachdem ich am 16. meinen Geburtstag mit einigen Freunden gefeiert habe, fuhr ich am 17. mit meinen Eltern nach Puno, zum Titicacasee und nach Copacabana. Am 20. kamen wir in La Paz an. Dort habe ich mich mit meiner ehemaligen Klassenkameradin getroffen, die in La Paz in einem Projekt mit Straßenkindern arbeitet.
Am 21. verabschiedete ich mich von meinen Eltern und startete nach Uyuni, um die Tour zu dem Salzsee und den Lagunen zu starten, von der ich schon erzählt hatte.
Zum Verarbeiten der ganzen Eindrücke meiner Reise war ich für ein paar Tage nach Cusco zurückgekehrt. Ich wartete bis Julian aus Brasilien wieder gekommen war, damit wir gemeinsam nach Arequipa reisen konnten. In dem Colcacañon bei Arequipa haben wir eine schöne und anstrengende 2-tägige Wandertour gemacht. Dabei haben wir Condore sehen können, die Landschaft bewundert und waren in zwei Thermalbädern, sind aber auch am ersten Tag 8 Stunden gewandert und am zweiten Tag um 5 Uhr aufgestanden, um dann 950 Meter steil bergauf zu gehen. Meine Waden haben sich noch Tage danach beschwert.
Sonst haben Julian und ich uns nur ein wenig die Innenstadt Arequipas angeschaut, welche sehr schön ist, da insbesondere die Gebäude um den Plaza de Armas aus weißem Stein gebaut sind.
Zum Abschluss des Urlaubs, stand noch das Zwischenseminar auf dem Programm. Der Vorsitzende unserer Organisation, Dr. Heinz Gravenkötter, ist aus Deutschland angereist, damit wir gemeinsam über das Projekt reden können. Wir haben ihm geschildert wie es im Moment ist, und was eventuell verbesserungsfähig sei. Da auch Anne Seul, eine weitere deutsche Freiwillige, dabei waren, konnten wir zudem vereinbaren, wie man das Projekt, welches direkt in Cusco ist, mit dem aus Quiquijana verknüpft. Anne Seul arbeitet bei dem Mittagstisch in Cusco und sorgt dafür, dass die Kinder von dort zu einer Zahnärztin gehen. Nun ist die Idee, dass auch die Kinder der Albergue zu dieser Zahnärztin gebracht werden, um untersucht und gegebenfalls behandelt werden zu können.
Soweit eine kleine Zusammenfassung meiner letzten Wochen. Ab morgen starte ich wieder in das Projekt. Heute Abend ist ein letztes Treffen mit Dr. Gravenkötter vorgesehen.
Also bald gibt es wieder neue Nachrichten aus Quiquijana! Ich freue mich schon sehr die Kinder wieder zu sehen, auch wenn es erstmal nur ein Teil ist, weil die meisten erst ab dem 1. März, also zum Schulbeginn, wieder dort sind.
Die liebsten Grüße nach Deutschland und un feliz día de la amistad! (einen fröhlichen Tag der Freundschaft! (Valentinstag = Tag der Verliebten und Tag der Freundschaft)
Eure Verena
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