Auf der Chacra lebt jetzt eine Familie mit fünf Kindern. Das Haus wird nach und nach für sie passend hergerichtet. Die Familie selbst hat nämlich keinen Besitz, den sie hätte mitnehmen können. Als sie vor einem Monat eingezogen ist, haben wir schon ein Hochbett aufgebaut. Nun sorgen auch Gardinen für mehr Gemütlichkeit, und diesen Donnerstag haben wir außerdem einen Schrank und einen kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher, der mit Solarenergie betrieben werden kann, vorbeigebracht. Den Schrank haben wir in voller Montur auf die Ladefläche des Pick-ups gelegt. Ich saß während der Fahrrad daneben, um zu sichern, dass er nicht runterfällt. Hier ist es außerdem ganz normal, dass auch Personen auf den Ladeflächen transportiert werden, sei es nur bei einem kleinen Pick-up oder bei einem LKW. Es war also auch nicht das erste Mal, dass ich hindrauf mitgefahren bin. Pavela hat an dem Schrank ein Schloss befestigt und ab jetzt wird darin der künstliche Dünger, die Samen usw. aufbewahrt, damit die Kinder nicht dabei gehen und es versehentlich essen. Der Fernseher funktioniert leider nicht, doch man versucht möglichst schnell einen Neuen zu besorgen, da die Kinder sich schon so sehr darauf freuen Fernsehenzuschauen. Ein Fernseher und überhaupt das ganze Bauernhaus ist ein großer Luxus für die Familie. Sie haben sehr viel Glück Teil des Projektes zu sein, denn vorher besaßen sie gar nichts außer zwei Kühe. Diese Kühe stehen nun neben den anderen beiden in dem Stall auf der Chacra. Sie sind der Familie sehr wertvoll, und aus Angst, dass jemand sie klauen würde, schläft das Ehepaar in einem Zelt direkt neben dem Kuhstall, welches zusätzlich durch Wellbläch und Planen wetterfest gemacht wurde.
Am Mittwoch hatten die Secundarier wieder keine Schule und sind daher alle mit zur Chacra gekommen, um zu helfen. Sie haben die Maisfelder gesäubert und die Furchen, durch die das Wasser zur Bewässerung fließt, ausgebessert. Mit vielen helfenden Händen ist die Arbeit viel schneller geschafft.
Johanna, Franz, Laura und ich haben währenddessen im Gewächshaus gearbeitet. Wir mussten zwar nur die Tomatenpflanzen hochbinden, damit sie an dem Faden entlang wachsen, doch uns tropfte der Schweiß vom Gesicht. Der Grund: 48 °C. Die Hitze in dem Gewächshaus ist echt unglaublich, wenn die Sonne scheint. Wir haben erst seit kurzem ein Thermometer und ich wette, dass wir bestimmt schon einmal 50 °C hatten. Die Zahl möchte ich mal von dem Thermometer ablesen! Aber bitte nur wenn wir an dem Tag nicht die Felder im Gewächshaus hacken müssen...
Während wir Dienstag auf der Chacra gearbeitet haben, hörten wir plötzlich viele Sirenen, die aus Quiquijana kamen. Es hörte sich so an als sei etwas Schlimmes passiert, und als wir uns schnell auf den Rückweg machten, haben wir gesehen, wie ein Krankenwagen aus der Schule der Secundarier gefahren kam, auf die auch viele der Kinder aus der Albergue gehen. Wir hatten ziemliche Angst, dass jemandem etwas zu gestoßen sei. Hinterher stellte sich zum Glück raus, dass alles nur eine Übung war. Es war nämlich der allgemeine Tag, um die Situation bei einem Erdbeben zu simulieren. Das hätte man uns auch vorher sagen können!
An dem selben Tag war Julian außerdem morgens wieder mit Schwester Nelly und Pavela in Cusco, um die Pakete vom Krankenhaus abzuholen. Wir konnten insgesamt 100 Pakete mit Keksen, weitere mit z.B. Öl und Thunfisch, große Säcke von Zucker und Nudeln, und andere Sachen wie Zahnbürsten, Einwegrasierer usw. von dem Pick-up laden. Die große Menge an Keksen ist für Weihnachten bestimmt. Da wird es bestimmt viele strahlende kleine Augen geben.
Wir haben unsere Ecke mit dem Tisch in der Albergue schon schön weihnachtlich geschmückt, nachdem Laura und ich eine begeisterte Christmas-Shoppingtour durch Cusco veranstaltet haben. Nun ziert eine kunterbunte Lichterkette, Lametta, ein Minitannenbaum mit Kugeln und Figürchen und ein Adventskranz unseren Aufenthaltsplatz. Die Schwester haben zudem unsere Tischdecke mit einer Weihnachtstischdecke getauscht. Die Kinder sind ganz begeistert von der Dekoration - besonders von der bunten Lichterkette, deren Beleuchtung man variieren kann und die außerdem Musik spielen kann! Da kommt dann doch Weihnachtsstimmung auf, während wir ebenfalls typische Weihnachtsmusik laufen lassen, obwohl hier im Moment die heißeste Zeit des Jahres ist und es draußen kein bisschen nach Weihnachten aussieht.
Mit diesen Worten wünsche ich euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit! Und hoffentlich habt ihr Schnee! Hier singt man außerdem auch „Oh weiße Weihnacht“ und malt, wie der Weihnachtsmann im Schnee steht. Ziemlich merkwürdig, da hier noch nie jemand echten Schnee gesehen hat.
Eure Verena
Am Mittwoch hatten die Secundarier wieder keine Schule und sind daher alle mit zur Chacra gekommen, um zu helfen. Sie haben die Maisfelder gesäubert und die Furchen, durch die das Wasser zur Bewässerung fließt, ausgebessert. Mit vielen helfenden Händen ist die Arbeit viel schneller geschafft.
Johanna, Franz, Laura und ich haben währenddessen im Gewächshaus gearbeitet. Wir mussten zwar nur die Tomatenpflanzen hochbinden, damit sie an dem Faden entlang wachsen, doch uns tropfte der Schweiß vom Gesicht. Der Grund: 48 °C. Die Hitze in dem Gewächshaus ist echt unglaublich, wenn die Sonne scheint. Wir haben erst seit kurzem ein Thermometer und ich wette, dass wir bestimmt schon einmal 50 °C hatten. Die Zahl möchte ich mal von dem Thermometer ablesen! Aber bitte nur wenn wir an dem Tag nicht die Felder im Gewächshaus hacken müssen...
Während wir Dienstag auf der Chacra gearbeitet haben, hörten wir plötzlich viele Sirenen, die aus Quiquijana kamen. Es hörte sich so an als sei etwas Schlimmes passiert, und als wir uns schnell auf den Rückweg machten, haben wir gesehen, wie ein Krankenwagen aus der Schule der Secundarier gefahren kam, auf die auch viele der Kinder aus der Albergue gehen. Wir hatten ziemliche Angst, dass jemandem etwas zu gestoßen sei. Hinterher stellte sich zum Glück raus, dass alles nur eine Übung war. Es war nämlich der allgemeine Tag, um die Situation bei einem Erdbeben zu simulieren. Das hätte man uns auch vorher sagen können!
An dem selben Tag war Julian außerdem morgens wieder mit Schwester Nelly und Pavela in Cusco, um die Pakete vom Krankenhaus abzuholen. Wir konnten insgesamt 100 Pakete mit Keksen, weitere mit z.B. Öl und Thunfisch, große Säcke von Zucker und Nudeln, und andere Sachen wie Zahnbürsten, Einwegrasierer usw. von dem Pick-up laden. Die große Menge an Keksen ist für Weihnachten bestimmt. Da wird es bestimmt viele strahlende kleine Augen geben.
Wir haben unsere Ecke mit dem Tisch in der Albergue schon schön weihnachtlich geschmückt, nachdem Laura und ich eine begeisterte Christmas-Shoppingtour durch Cusco veranstaltet haben. Nun ziert eine kunterbunte Lichterkette, Lametta, ein Minitannenbaum mit Kugeln und Figürchen und ein Adventskranz unseren Aufenthaltsplatz. Die Schwester haben zudem unsere Tischdecke mit einer Weihnachtstischdecke getauscht. Die Kinder sind ganz begeistert von der Dekoration - besonders von der bunten Lichterkette, deren Beleuchtung man variieren kann und die außerdem Musik spielen kann! Da kommt dann doch Weihnachtsstimmung auf, während wir ebenfalls typische Weihnachtsmusik laufen lassen, obwohl hier im Moment die heißeste Zeit des Jahres ist und es draußen kein bisschen nach Weihnachten aussieht.
Mit diesen Worten wünsche ich euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit! Und hoffentlich habt ihr Schnee! Hier singt man außerdem auch „Oh weiße Weihnacht“ und malt, wie der Weihnachtsmann im Schnee steht. Ziemlich merkwürdig, da hier noch nie jemand echten Schnee gesehen hat.
Eure Verena
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