Diese Woche war es nun soweit. Die Albergue wurde von den 80 Kindern zurückerobert und die leitenden Schwester, Nelly und Nancy, hatten wieder zusammen mit Schwester Cecilia die Kontrolle bei sich. Sonntagabend haben wir fünf Freiwilligen uns mit Ihnen zusammengetroffen und den groben Tagesablauf besprochen, die Genauigkeiten sah man dann als es so weit war.
Grober Tagesablauf:
07:30 Uhr – Frühstück
08:30 Uhr – Arbeit auf der Chacra bzw. in der Albergue
12:30 Uhr – Mittagessen, anschließend organisatorische Sachen erledigen z.B. Lernzettel für die Kinder erarbeiten, oder aber kurz ausruhen
15:30 Uhr – Hausaufgabenbetreuung
17:00 Uhr – weiteres organisieren oder sich spielerisch mit den Kindern beschäftigen; Donnerstags: Messe
18:45 Uhr – Abendessen
19:30 Uhr – Englisch- bzw. Computerkurse
07:30 Uhr – Frühstück
08:30 Uhr – Arbeit auf der Chacra bzw. in der Albergue
12:30 Uhr – Mittagessen, anschließend organisatorische Sachen erledigen z.B. Lernzettel für die Kinder erarbeiten, oder aber kurz ausruhen
15:30 Uhr – Hausaufgabenbetreuung
17:00 Uhr – weiteres organisieren oder sich spielerisch mit den Kindern beschäftigen; Donnerstags: Messe
18:45 Uhr – Abendessen
19:30 Uhr – Englisch- bzw. Computerkurse
Im Moment ist es so, dass Johanna, Julian, Laura und Franz vormittags in der Chacra arbeiten, während ich den Schwestern in der Albergue helfe, weil ich ja noch nicht zu anstrengende Arbeiten machen darf. Die vier erzählen mir dann z.B., wie sie sich im Schlamm „ausgetobt“ haben, weil sie Furchen fürs Bewässern des Maisackers ausheben mussten. Das Feld wird nämlich gerade wieder bebauungsfähig hergerichtet. Ich freue mich schon darauf zu sehen, wie die Pflanzen mit unserer Hilfe wachsen werden.
Während die anderen also in der Sonne schwitzten, backe ich z.B. Brot mit Schwester Cecilia und den Kindern, die gerade zufällig nicht in die Schule müssen, ich habe die Computer für den Computerkurs entstaubt und benutzbar hergerichtet, das Mittagessen mit den Schwestern zubereitet und die große Medikamentensammlung der vorigen Freiwilligen ins Spanische übersetzt, so dass sie auch für die Schwestern und die Kinder nutzbar sind. Außerdem bringe ich nun jeden Tag die drei Kleinsten zum Kindergarten und hole sie auch wieder ab.
Bei der Hausaufgabenbetreuung am Montag wurden wir dann zum ersten Mal mit den neuen Kindern konfrontiert und mussten uns als Autoritätsperson behaupten. Die ersten beiden Tage waren echt anstrengend, da die Kinder natürlich ausgetestet haben, was sie sich bei uns leisten können. Doch nachdem sie das ziemlich schnell rausgefunden haben, kann man nun besser mit ihnen „kommunizieren“ (bzw. ihnen sagen, dass sie Hausaufgaben machen sollen und nicht Kreuzworträtsel mit ihrem Nachbarn spielen!). Während wir dann die Namen und die Sprache lernen, wird es sicherlich immer besser gehen.
Bei der Hausaugabenbetreuung sind 13 Kinder der 5. Klasse in meiner Obhut. Sie gehen auf zwei unterschiedliche Schulen, die auch in ihrem Niveau verschieden sind. Die einen Kinder müssen z.B. nur jeden Tag etwas aus dem Buch abschreiben - d.h. sie haben ihr Buch bald zweimal. Leider kann man ihnen als Alternative nichts Sinnvolleres geben, da ihre Hausaufgaben ansonsten als nicht erledigt und mit einem Minuspunkt für die Note verzeichnet werden.
Die Kinder sind sehr unterschiedlich in ihrem Zurechtkommen mit den Hausaufgaben. Der eine ist sehr fleißig und selbstständig, und versucht schnell und ordentlich seine Hausaufgaben zu beenden. Ein anderer möchte seine Hausaufgaben auch gerne schaffen, braucht aber sehr viel Hilfe dabei. Dann gibt es noch Mädchen, die lieber mit ihrer Freundin rumalbern als Hausaufgaben zu machen, oder auch Jungs die versuchen gegenüber den anderen „cool“ zu sein. Diese Kinder muss man dann oft ermahnen mit ihren Aufgaben weiterzumachen. Jedoch hängt die Konzentration auch viel von den zu erledigenden Aufgaben ab. An Mathematik zum Beispiel sind die meisten interessiert und konzentrieren sich. Wenn es aber ums Malen oder Abschreiben geht, lassen sie sich leicht ablenken. Ich finde das zeigt, dass sie gerne etwas lernen möchten, und dabei werden wir ihnen auch helfen. Ich möchte ab nächste Woche gerne immer Lernzettel für die Kinder dabei haben, die schon fertig sind, weil sie dann die anderen nicht von ihren Hausaufgaben ablenken und selbst etwas lernen.
Außerhalb der Verpflichtungen haben wir auch etwas mit den Kindern unternommen. Mit den Größeren haben wir Volleyball gespielt und mit den kleinen waren Julian und ich auf dem Spielplatz. Dort waren wir mit insgesamt 47 Kindern, die eine Hälfte Jungs, die andere Mädchen. Es war doch ziemlich anstrengend, alle wieder zusammenzutrommeln, als es dunkel wurde. Es war aber sehr gut sich mal außerhalb der schulischen Dinge mit ihnen zu beschäftigen, damit wir uns besser kennenlernen und, um zu zeigen, dass unsere Autorität über den Satz „Mach deine Hausaufgaben!“ hinausgeht.
Nach dem Abendessen ist dann noch der Extraunterricht in Englisch und Computer für die Größeren. Es gibt Gruppe A und B, die parallel jeweils das andere Fach haben. Franz und ich unterrichten zusammen die Gruppe A. In beiden Kursen merkt man, dass die Kinder alle von einem sehr unterschiedlichen Stand sind. Manchen fällt das Lernen einer Sprache leichter, und andere haben schon mehr an Computern gearbeitet. Wir versuchen alle Kinder gleichzeitig einzubinden und sind z.B. in Englisch wieder mit den Grundlagen angefangen, d.h. mit „What’s your name?“, Wochentage, Monate, Farben usw. Manche können diese Sachen zwar schon, doch die Rechtschreibung ist bei allen noch ein Problem.
Wenn die Kurse um ca. halb 9 enden, sind wir alle ziemlich müde vom Tag und fallen ins Bett. Gestern sind wir gegen 7, halb 8 in Cusco angekommen und haben uns nur einen ruhigen Abend gemacht. Heute treffen wir uns um 11 Uhr zum Volleyball spielen, wollen danach noch einkaufen und abends lern ich noch mehr von dem Nachleben hier kennen.
Bis nächstes Wochenende! <3
Während die anderen also in der Sonne schwitzten, backe ich z.B. Brot mit Schwester Cecilia und den Kindern, die gerade zufällig nicht in die Schule müssen, ich habe die Computer für den Computerkurs entstaubt und benutzbar hergerichtet, das Mittagessen mit den Schwestern zubereitet und die große Medikamentensammlung der vorigen Freiwilligen ins Spanische übersetzt, so dass sie auch für die Schwestern und die Kinder nutzbar sind. Außerdem bringe ich nun jeden Tag die drei Kleinsten zum Kindergarten und hole sie auch wieder ab.
Bei der Hausaufgabenbetreuung am Montag wurden wir dann zum ersten Mal mit den neuen Kindern konfrontiert und mussten uns als Autoritätsperson behaupten. Die ersten beiden Tage waren echt anstrengend, da die Kinder natürlich ausgetestet haben, was sie sich bei uns leisten können. Doch nachdem sie das ziemlich schnell rausgefunden haben, kann man nun besser mit ihnen „kommunizieren“ (bzw. ihnen sagen, dass sie Hausaufgaben machen sollen und nicht Kreuzworträtsel mit ihrem Nachbarn spielen!). Während wir dann die Namen und die Sprache lernen, wird es sicherlich immer besser gehen.
Bei der Hausaugabenbetreuung sind 13 Kinder der 5. Klasse in meiner Obhut. Sie gehen auf zwei unterschiedliche Schulen, die auch in ihrem Niveau verschieden sind. Die einen Kinder müssen z.B. nur jeden Tag etwas aus dem Buch abschreiben - d.h. sie haben ihr Buch bald zweimal. Leider kann man ihnen als Alternative nichts Sinnvolleres geben, da ihre Hausaufgaben ansonsten als nicht erledigt und mit einem Minuspunkt für die Note verzeichnet werden.
Die Kinder sind sehr unterschiedlich in ihrem Zurechtkommen mit den Hausaufgaben. Der eine ist sehr fleißig und selbstständig, und versucht schnell und ordentlich seine Hausaufgaben zu beenden. Ein anderer möchte seine Hausaufgaben auch gerne schaffen, braucht aber sehr viel Hilfe dabei. Dann gibt es noch Mädchen, die lieber mit ihrer Freundin rumalbern als Hausaufgaben zu machen, oder auch Jungs die versuchen gegenüber den anderen „cool“ zu sein. Diese Kinder muss man dann oft ermahnen mit ihren Aufgaben weiterzumachen. Jedoch hängt die Konzentration auch viel von den zu erledigenden Aufgaben ab. An Mathematik zum Beispiel sind die meisten interessiert und konzentrieren sich. Wenn es aber ums Malen oder Abschreiben geht, lassen sie sich leicht ablenken. Ich finde das zeigt, dass sie gerne etwas lernen möchten, und dabei werden wir ihnen auch helfen. Ich möchte ab nächste Woche gerne immer Lernzettel für die Kinder dabei haben, die schon fertig sind, weil sie dann die anderen nicht von ihren Hausaufgaben ablenken und selbst etwas lernen.
Außerhalb der Verpflichtungen haben wir auch etwas mit den Kindern unternommen. Mit den Größeren haben wir Volleyball gespielt und mit den kleinen waren Julian und ich auf dem Spielplatz. Dort waren wir mit insgesamt 47 Kindern, die eine Hälfte Jungs, die andere Mädchen. Es war doch ziemlich anstrengend, alle wieder zusammenzutrommeln, als es dunkel wurde. Es war aber sehr gut sich mal außerhalb der schulischen Dinge mit ihnen zu beschäftigen, damit wir uns besser kennenlernen und, um zu zeigen, dass unsere Autorität über den Satz „Mach deine Hausaufgaben!“ hinausgeht.
Nach dem Abendessen ist dann noch der Extraunterricht in Englisch und Computer für die Größeren. Es gibt Gruppe A und B, die parallel jeweils das andere Fach haben. Franz und ich unterrichten zusammen die Gruppe A. In beiden Kursen merkt man, dass die Kinder alle von einem sehr unterschiedlichen Stand sind. Manchen fällt das Lernen einer Sprache leichter, und andere haben schon mehr an Computern gearbeitet. Wir versuchen alle Kinder gleichzeitig einzubinden und sind z.B. in Englisch wieder mit den Grundlagen angefangen, d.h. mit „What’s your name?“, Wochentage, Monate, Farben usw. Manche können diese Sachen zwar schon, doch die Rechtschreibung ist bei allen noch ein Problem.
Wenn die Kurse um ca. halb 9 enden, sind wir alle ziemlich müde vom Tag und fallen ins Bett. Gestern sind wir gegen 7, halb 8 in Cusco angekommen und haben uns nur einen ruhigen Abend gemacht. Heute treffen wir uns um 11 Uhr zum Volleyball spielen, wollen danach noch einkaufen und abends lern ich noch mehr von dem Nachleben hier kennen.
Bis nächstes Wochenende! <3
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